Berliner Verein erhält Stern des Sports


FV Blau-Weiß Spandau wurde mit dem „Stern des Sports“ in Gold ausgezeichnet. Mit der Maßnahme „Fußball und mehr“ belegten die Spandauer im bundesweiten Vergleich den zweiten Platz.

Der Verein fördert seit geraumer Zeit Jugendliche mit Migrationshintergrund und bereitet sie gezielt auf eine Berufsausbildung vor.

Jugend-Trainer Axel Vogel stellte vor zwei Jahren die Initiative „Fußball und mehr“ auf die Beine. „Ich möchte, dass die Jugendlichen einen ordentlichen Schulabschluss schaffen und einen Ausbildungsplatz finden“, erklärt Vogel.

Seine Jungs, heute Spieler der B-Jugend, liegen ihm am Herzen, schließlich trainiert er sie schon seit 2006. Die Probleme, die ihm von den Spielern anvertraut werden, reichen längst über die Grenzen des Spielfeldrandes hinaus. „Alles begann, als mir ein Junge von seinen massiven Schulproblemen erzählte. Ich wollte ihm helfen und habe nach Lösungen gesucht“, erinnert sich der Trainer.

Seine Idee: Nach der Schule folgt ein dreistündiges Betriebspraktikum, dann ein warmes Essen im Vereinsheim und bis zum Training am Abend können sich die Jugendlichen mit Nachhilfestunden auf den Unterricht vorbereiten oder Versäumtes nachholen.

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Foto: Kai Bienert

Dank seines Engagements haben rund 20 Jugendliche aus dem Kiez eine feste Anlaufstelle, wenn es Fragen rund um die Schule, zur Bewerbung, oder einer Ausbildungsmöglichkeit gibt.

Der FV Blau-Weiss Spandau 1903 e.V. wurde vom Bundespräsidenten Joachim Gauck für sein Engagement für Jugendliche mit Migrationshintergrund mit dem Stern des Sports in Gold ausgezeichnet.